Finance Watch veröffentlicht seinen Jahresbericht 2015

Tag der Veröffentlichung: 24. Mai 2016

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Brüssel, 24. Mai 2016 - Finance Watch, eine gemeinnützige Organisation, die sich für das Gemeinwohlinteresse bei der Finanzregulierung einsetzt, hat seinen Jahresbericht 2015 veröffentlicht.

Der Bericht bietet eine Übersicht darüber, was Finance Watch im Jahr 2015 erreicht hat und welche Herausforderungen 2016 bevorstehen. Die Themen reichen von der Finanzmarktrichtlinie MiFID II und dem Aktionsplan für eine Kapitalmarktunion über die Agenda für „Bessere Rechtsetzung“ und die Gläubigerbeteiligung in Bankenkrisen bis hin zur Rolle des Finanzsektors beim Klimaschutz. Daneben gibt es Erläuterungen zu Entwicklungen im Bereich der institutionellen Finanzierung und dem Ausbau des Netzwerkes zivilgesellschaftlicher Organisationen, die sich im Bereich der europäischen Finanzmarktreformen engagieren, und auch zum Wandel des politischen Klimas im Bereich der Finanzregulierung.

Kurt Eliasson, Vorsitzender des Verwaltungsrats von Finance Watch, sagte:

 “Unsere Organisation konnte im Jahr 2015 einige wichtige Erfolge erzielen und bietet anderen zivilgesellschaftlichen Organisationen wie in den Jahren zuvor qualitativ hochwertige Unterstützung im Bereich der Finanzregulierung. Wie unsere Mitglieder und Geldgeber wissen, schlägt Finance Watch eine Brücke zwischen Zivilgesellschaft und Finanzmarktreformen, die Grundlage zur Lösung vieler Probleme bilden, vor denen unsere Gesellschaft steht.“

Nach seinem ersten Jahr als Generalsekretär von Finance Watch warnt Christophe Nijdam insbesondere vor zwei gefährlichen aktuellen Trends: der schwindende politische Wille zur Reformierung des Finanzsystems und der wachsende Druck in Richtung Deregulierung von Seiten der Finanzindustrie. Dazu erläutert er:

Gerade weil der Finanzsektor nicht ausreichend reguliert war, kam es zur letzten Finanzkrise. Heute ist die Konzentration im Bankensektor und die Verschuldung der Wirtschaft noch höher als damals, jeder Fehler wäre fatal und eine neue Finanzkrise sowohl in wirtschaftlicher als auch gesellschaftlicher Hinsicht desaströs. Finance Watch wird sich weiterhin dafür einsetzen, dass das Finanzsystem besser reguliert wird und das Gemeinwohlinteresse an erster Stelle steht.“

Finance Watch dankt all jenen, die uns im Jahr 2015 unterstützt haben. Jede/r kann Finance Watch unterstützen, indem er unseren kostenlosen Newsletter abonniert (http://www.finance-watch.org/newsletter-de) oder uns eine Spende zukommen lässt (http://www.finance-watch.org/spenden).

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